B2B E-Rechnungspflicht in Deutschland: alle Fristen und was jetzt zu tun ist | Arhivix

B2B E-Rechnungspflicht in Deutschland: alle Fristen und was jetzt zu tun ist

B2B E-Rechnungspflicht in Deutschland: alle Fristen und was jetzt zu tun ist

Wachstumschancengesetz und die E-Rechnungspflicht

Mit dem Wachstumschancengesetz (BGBl. 2024 I Nr. 108) hat Deutschland die gesetzliche Grundlage fuer die stufenweise Einfuehrung der B2B-E-Rechnungspflicht geschaffen. Das Gesetz folgt der EU-Richtlinie ViDA (VAT in the Digital Age) und soll bis 2028 alle inlaendischen B2B-Transaktionen in ein strukturiertes elektronisches Format ueberfuehren.

Die drei Phasen der E-Rechnungspflicht

Die Einfuehrung erfolgt in klar definierten Stufen:

  • Januar 2025 (bereits in Kraft): Alle inlaendischen Unternehmen muessen E-Rechnungen empfangen koennen. Das blosse Ablehnen einer strukturierten E-Rechnung ist nicht mehr erlaubt.
  • Januar 2027: Alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 800.000 EUR muessen E-Rechnungen ausstellen.
  • Januar 2028: Die Ausgabepflicht gilt fuer alle inlaendischen B2B-Transaktionen unabhaengig vom Umsatz.

B2C-Transaktionen und Kleinbetragsrechnungen unter 250 EUR sind vorlaeufig von der Pflicht ausgenommen.

XRechnung und ZUGFeRD: die zulassigen Formate

Deutschland akzeptiert zwei Hauptformate fuer E-Rechnungen:

  • XRechnung: Reines XML-Format, das vor allem im B2G-Bereich und bei Lieferungen an oeffentliche Auftraggeber eingesetzt wird. Pflichtformat fuer Lieferungen an den Bund seit November 2020.
  • ZUGFeRD: Hybridformat, das eine visuell lesbare PDF-Datei mit eingebetteter XML-Datei kombiniert. Ab Version 2.3 EN-16931-konform und fuer B2B-Transaktionen zugelassen.

Einfache PDF-Rechnungen per E-Mail gelten kuenftig nicht mehr als E-Rechnung im gesetzlichen Sinne. Sie verlieren damit ihren Status als pruefbarer Buchungsbeleg.

Risiko: Verlust des Vorsteuerabzugs

Ein oft unterschaetztes Risiko betrifft den Vorsteuerabzug: Unternehmen, die Eingangsrechnungen erhalten, welche nicht dem vorgeschriebenen Format entsprechen, koennten ihren Anspruch auf Vorsteuerabzug verlieren. Das Finanzamt koennte solche Rechnungen als nicht ordnungsgemaesse Belege einstufen, was zu erheblichen Steuernachzahlungen fuehren kann.

Praktische Schritte zur Vorbereitung

  1. ERP-System oder Buchhaltungssoftware auf XRechnung- und ZUGFeRD-Unterstuetzung pruefen
  2. Empfangsinfrastruktur fuer strukturierte E-Rechnungen sicherstellen
  3. Archivierungsprozesse an GoBD-Anforderungen fuer XML-Originale anpassen
  4. Lieferanten und Kunden ueber bevorstehende Formatanforderungen informieren
  5. Testlauf mit strukturierten E-Rechnungen durchfuehren

Wie Arhivix hilft

Arhivix unterstuetzt beide deutschen E-Rechnungsformate (XRechnung und ZUGFeRD) und archiviert die XML-Originale unveraendert gemaess den GoBD-Anforderungen. Alle Dokumente werden mit AES-256-Verschluesselung auf der AWS S3-Infrastruktur gespeichert. Der integrierte Audit-Trail protokolliert jeden Zugriff und jede Aktivitaet und stellt sicher, dass die Unveraenderlichkeit der archivierten Dokumente jederzeit nachgewiesen werden kann - eine Kernanforderung bei Betriebspruefungen nach GoBD.